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Erbe

Das Mysterium Erbe

Erbe – ein weit umfassender Begriff, der früher oder später für jeden an Bedeutung gewinnt. Sei es nun, weil man seinen Nachlass für seine Nachkommen regeln möchte oder selbst zum Erben wird. Der im BGB geregelte Erlass definiert den Begriff "Erbe" mit zwei verschiedenen Bedeutungen. Man versteht sowohl Denjenigen, der den Nachlass des Erblassers empfängt, als auch den Nachlass des Verstorbenen als Erbe. Die Erbschaft fällt zum Zeitpunkt des Todes den Hinterbliebenen des so genannten Erblassers zu. Sofern ein Testament vorhanden ist und entsprechende Regelungen zur Erbschaft getroffen wurden, steht bereits fest, wer den Nachlass erbt. Daneben gibt es auch einen Pflichtteil , der bestimmten Angehörigen in jedem Fall zusteht. Wenn kein Testament vorhanden ist, gibt es im Bürgerlichen Gesetzbuch ebenfalls Regelungen, die darüber entscheiden, wie man mit dem Nachlass verfährt. Hier können Sie nicht nur Trauerkarten gestalten , sondern erhalten auch einen umfassenden Überblick.

Das Nachlassverfahren – Die Ermittlung der Erben

Bevor das Erbe ausgezahlt bzw. ausgeschüttet wird, muss zunächst einwandfrei festgestellt werden, wer das Erbe antritt. In den meisten Fällen gibt es mehrere Erbberechtigte, die das Erbe unter sich aufteilen. Dieses Procedere wird als Nachlassverfahren bezeichnet. In diesem wird ermittelt, wer das Erbe antritt. Eine wesentliche Rolle beim Nachlassverfahren spielt das Testamentsregister. Erst wenn alle erbfolgerelevanten Urkunden vorliegen, kann eine Entscheidung getroffen werden. Sollte eine amtlich verwahrte Urkunde vorliegen, gibt das Testamentsregister entsprechend Auskunft darüber. Durch die Ermittlung der Verwahrstellen sowie der Sichtung vorliegender Dokumente wird festgelegt, an welches Gericht die Urkunden gesendet werden. In Fällen, in denen das Testament privat verwahrt wurde, gibt es eine bürgerlich-rechtliche Ablieferungspflicht. Laut BGB § 2259 Abs. 1 besagt dieses, dass derjenige, dem ein Testament des Verstorbenen vorliegt, dieses unverzüglich nach dessen Tod beim Nachlassgericht abzuliefern hat. Erst dann, wenn das Gericht im Nachlassverfahren keinerlei relevante Dokumente auffindet, greift die gesetzliche Erbfolge . Hierfür ermittelt das Nachlassgericht den oder mehrere Erben.

Wie haben sich mögliche Erben zu verhalten?

Um zu ermitteln, an wen das Erbe des Verstorbenen übergehen soll, bittet das Gericht um Mithilfe. Durch öffentliche Bekanntmachung in der Presse sowie durch Aushänge werden mögliche Erben dazu aufgefordert, sich an der entsprechenden Stelle zu melden. Hierfür wird eine Frist gesetzt. Sobald diese verstrichen ist, wird mit einem Beschluss festgestellt, dass es keine Erben gibt. Ungeachtet dessen kann ein Erbe, der erst später auftaucht, immer noch sein Recht geltend machen. Der Beschluss des Nachlassgerichts ist lediglich als widerlegbare Vermutung anzusehen. Wer ein Erbe antritt, ist grundsätzlich für die Abwicklung des Nachlasses verantwortlich. Das heißt, dass sich der Erbe darum kümmern muss, dass vorhandene Verträge beendet werden und das Eigentum im Grundbuch ausgewiesen wird. Des Weiteren müssen Rechnungen fristgerecht beglichen werden. Sobald das Erbe angetreten wird, haftet der Empfänger grundsätzlich mit seinem kompletten Vermögen. Es gibt zwar gesetzliche Regelungen, welche eine Haftungsbeschränkung vorsehen, jedoch liegt es am Erben, sich in Eigenverantwortung darum zu kümmern. Doch nicht nur Schulden und Verträge gehen in die Hände des Erben über. Als Rechtsnachfolger des Verstorbenen kann der Erbe alle Forderungen, die dieser anderen Personen gegenüber hatte, geltend machen. Das Gesetz sieht außerdem vor, dass der Erbe von Erbschaftsbesitzern die Herausgabe des Erbes fordern kann. Ob dies eine Immobilie oder andere Wertgegenstände betrifft, spielt keine Rolle.

Wer kann ein Erbe antreten?

Grundsätzlich steht es jedem frei, wem er sein Erbe vermachen möchte. Das Gesetz kennt hier aber auch Grenzen. So gibt es laut § 1922 BGB vier Gruppen, die Vermögen erben können. Das sind Einzelpersonen, Gesellschaften, Erbengemeinschaften sowie Stiftungen. Tiere dürfen nicht als Erbe eingesetzt werden. In Sonderfällen kann auch der Staat als Erbe auftreten. Lässt sich kein Erbe ermitteln oder die Erben schlagen die Erbschaft aus , geht der Besitz des Verstorbenen an den Staat über. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Nachlass überschuldet ist. Erbt der Staat, geht der Nachlass an das Bundesland über, in welchem der Erblasser seinen Wohnsitz hatte. Im Gegensatz zu natürlichen und juristischen Personen kann der Staat eine Erbschaft nicht ausschlagen. Demnach gehen auch vorhandene Nachlassschulden an ihn über. Allerdings haftet der Staat für diese nicht im vollen Umfang.
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